Die jüngste Prinzessin im Quartett ist Katharina Faust. Die 21-jährige Winzerstochter aus Siefersheim hat, wie viele Rheinhessische Weinmajestäten auch, erste Erfahrungen auf der Ortsebene gesammelt, bevor ihr die Grenzen zu eng wurden und sie ihr Repräsentationsgebiet auf ganz Rheinhessen ausdehnte. Sie ist gelernte Chemielaborantin, hat sich aber frühzeitig auf die Chemie des Weines spezialisiert und arbeitet im Weinlabor der Rheinberg-Kellerei in Bingen.
In ihrer Freizeit hilft sie ihren Eltern im Weingut. Ihr besonderes »Stecken«-Pferd ist ein 400 qm großer Weinberg in Einzelpfahlerziehung - an den Steilhängen der Mosel die Regel, in Rheinhessen jedoch eine absolute Rarität. Hier kann man kreuz und quer laufen, was sie aber beim Tanzen in der Tanzsportgruppe tunlichst vermeiden sollte. Das dürfen allenfalls die »Tanzmäuse«, eine Kindertanzgruppe, die sie nebenher trainiert. Und weil es dann mit der Bewegung noch nicht genug ist, macht sie auch noch Nordic Walking, am liebsten auf der Siefersheimer Bänkelches-Route. Dass noch mehr Leute nach Siefersheim kommen, will sie mit ihrem Engagement zur Dorfverschönerung erreichen. Katharina Faust wirkte bei der Umgestaltung der Bushaltestelle, bei der Verschönerung des Spielplatzes und bei vielen anderen Projekten, die Siefersheim in neuem Glanz erstrahlen lassen, mit. Die Prinzessinnenkrone tut ihr Übriges dazu.
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Die 31-jährige Christiane Horn ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Von Beruf ist sie Soldat (weiblich), weil der Begriff der »Soldatin« bei der Bundeswehr nicht definiert ist. Prinzessin Stabsunteroffizier Horn ist im 9. Dienstjahr und kommt als »Kasernenschläferin« nur am Wochenende ins heimatliche Nierstein. Dort betreiben ihre Eltern ein Weingut im Nebenerwerb.
Dort wechselt sie gleich die Uniform mit dem Weinbergs-Outfit, um dieses dann wieder gegen den Trainingsanzug für die Tanzsportgruppe zu tauschen. Anschließend schlüpft sie wieder ins feine Kleid für einen Auftritt als Weinmajestät, von dem sie sich wieder im Neoprenanzug beim Paddeln erholt. Und wenn es besonders schnell gehen muss, schnallt sich die sportliche Christiane einfach die Rollerskates an die Füße, um kurz bei ihrem Freund vorbeizuschauen. Um dieses Pensum zu schaffen, wäre es für Christiane Horn natürlich ideal, wenn der Tag am Wochenende 48 Stunden hätte. Für einige Auftritte als Rheinhessische Weinprinzessin muss es dennoch reichen, notfalls muss Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ihr eben Sonderurlaub geben.
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Die 23jährige Winzerin aus Worms-Pfeddersheim beginnt im Oktober 2009 in Geisenheim das Studium »Internationale Weinwirtschaft«. Sie hatte zunächst nach der Schule so gar nichts mit Wein am Hut, bis sie ihren Freund, der mit seinen Eltern ein Weingut in Worms-Pfeddersheim betreibt, kennen gelernt hat. Mit dem Umzug von Mainz nach Worms wuchs nicht nur die Liebe zum Freund, sondern auch zum Wein. Die Quereinsteigerin ist mittlerweile mit Leib und Seele Winzerin und Freund Max Pfannebecker kann mit ihr über Flaschenausstattungen, Rebsorten, Weinbereitung und was sonst noch zum Winzerleben gehört philosophieren.
Früher wollte sie zum Tauchen immer ans Meer, jetzt tut es im Notfall auch einmal der Maischegärtank im Weingut. Weil es aber da drin nicht viel zu sehen gibt, hat sie vor drei Jahren mit dem Reiten begonnen. Hier kann sie die Blicke über die rheinhessischen Hügel schweifen lassen bis zu den Grenzen ihres Herrschaftsgebietes am weiten Horizont.
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